• Triest am frühen Morgen

  • 31. August: Das Linienschiff – das genauso viel kostet wie der Bus – fährt zum letzten Mal in diesem Jahr und bringt mich nach Sistiana, ca. 20 km nördlich von Triest.

  • Ausfahrt aus dem Hafen von Triest

  • Anlegen in Barcola

  • Rückblick auf Triest

  • Castello di Miramare

  • Die Bucht Portopiccolo. Von diesem Immobilienprojekt gibt es gleich noch mehr zu sehen.

  • Castello di Duino

  • Einfahrt in die Bucht von Sistiana

  • So sieht es auf der Werbetafel der Immobiliengesellschaft aus.

  • Und das ist die Realtiät.

  • Grado, mein Tagesziel, verschwindet im Dunst. Es liegt noch etwas weiter links außerhalb des Bildes am Horizont.

  • Am Nordostrand der Adria durchfährt man ein Übergangsgebiet zwischen Land und Meer.

  • Im Mündungsgebiet des Isonzo (slow. Soča)

  • Das moderne Grado ist recht nichtssagend.

  • Der alte Ortskern von Grado – ein winziger Teil des heutigen Grado – ist sehr malerisch.

  • Grado

  • Grado

  • Grado – Basilica die Sant'Eufemia

  • Grado

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Wenn ich eine Landkarte betrachte, dann entwickele ich vor meinem inneren Auge irgendwie eine Vorstellung, wie es dort in der Gegend aussehen könnte. Entlang der Küste nördlich von Triest sind einige Höhenlinien eingezeichnet – aber ich hätte nie gedacht, dass die Küste so hoch und steil ist. Um da entlang zu kommen gibt es drei Möglichkeiten. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mich für die Vierte entschieden.

  • Möglichkeit 1: Die Küstenstraße (Strade Costiera). Eine stark befahrene, für Radfahrer nicht geeignete Landstraße. Scheidet also aus.
  • Möglichkeit 2: Die weiter oben gelegene, parallel geführte Landstraße, die die Orte auf der Karsthochebene verbindet. Wahrscheinlich genauso stark befahren. Keine gute Alternative.
  • Möglichkeit 3: Die in OpenCycleMap eingezeichnete Radroute, die von Opicina über kleine Nebenstraßen und Wege führt. Hierfür müsste man erstmal die 350 Höhenmeter nach Opicina hoch, die ich gestern heruntergefahren bin. Das muss nicht sein.

Das Meer funkelt verlockend blau, die Sonne strahlt mit voller Kraft vom Himmel und es ist die letzte Woche des Jahres, in der das Linienschiff nach Sistiana fährt. Was liegt also näher, als ein Stück Schiff zu fahren? – Außerdem sorgt das nach einer Woche auf dem Rad für einen willkommenen Perspektivenwechsel.

Eine Etappe mit dem Schiff

Sistiana liegt etwa 20 km nördlich von Triest. Auf der Fahrt hat man schöne Ausblicke auf die Schlösser von Miramare und Duino. Nach dem Anlegen in Sistiana geht es hoch zur Küstenstraße. Da kurz vorher ein Zubringer zur Autobahn abzweigt, ist der Verkehr in diesem Abschnitt nicht mehr so dramatisch. Aber schöne Radstrecken sind was anderes. Das ändert sich in Monfalcone, wo ich die Hauptstraße verlasse. Ein Abschnitt über Nebenstrecken führt mich dann allerdings durch den Schlamm. Deshalb, und weil mir der Wind kräftig entgegenbläst fahre ich nach der Überquerung des Isonzo wieder auf der Hauptstraße nach Grado weiter. Das ist nicht so toll, aber wenigstens ist hier kein LKW-Verkehr. An einer Tankstelle kurz vor Grado gelingt es mir, Rad, Gepäck und meine Schuhe mit einer Wasserdüse vom Schlamm zu befreien.

Bei der Einfahrt nach Grado merkt man, dass man sich einem touristischen Hot-Spot nähert. Die Straße ist eingezäunt, links und rechts Campingplätze und Ferienhaussiedlungen, die nur über bewachte Zugänge zu erreichen sind. Dann folgt ein Hotelbezirk. Entlang der Küste, wo die Zugänge zum Strand sind, gibt es eine Fußgängerzone mit all dem Klimbim, den man in solchen Orten vorfindet. Einfach mal auf den Strand gehen is nich, kostet 2 Euro. Mit Sonnenschirm und zwei Liegen ab 20 Euro. Andererseits sind die vielen Cafés und Restaurants auch angenehme Einrichtungen des Müßiggangs. Weswegen ich eigentlich nach Grado gefahren bin, ist der historische Ortskern. Er erstreckt sich über ein vergleichsweise minimales Gebiet, ist aber unbedingt sehenswert.

Fahrtinfo Triest – Grado

  • Triest – Sistiana – Grado
  • Datum: 31. August 2015
  • Entfernung: 22 km Schiff, 45 km Rad
  • Anstieg: 160 hm

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