• Aufbruch um 7:30 am Morgen. Der Nebel liegt noch im Tal von Idrija.

  • In Idrija wurde von 1493 bis 1970 Quecksilber gefördert. Es war die zweitgrößte Quecksilbermine der Welt.

  • Auf dem Weg nach Crni Vrh: Der Nebel lichtet sich.

  • Es geht in vielen Serpentinen bergauf. Der Weg wurde angelegt, um das Holz zu transportieren, das man für die Mine brauchte. Wegen der schweren Transporte legte man nur eine mäßige Steigung an.

  • Der Ort Crni Vrh.

  • Nun geht es zum Berg "Javornik".

  • Vom Javornik aus sieht man ein letztes Mal die Julischen Alpen...

  • ... und den Triglav.

  • Die Hütte auf dem Javornik. Hier wird schon fließend italienisch gesprochen.

  • Die Felsenburg Predjama ist in die dahinter liegende Karsthöhle eingebaut.

  • Unter, hinter und über der Burg befindet sich eine Höhle, die man besichtigen kann.

  • Ein Fledermaus ruht sich aus.

  • Besichtigung der Burg im Anschluss an die Höhle

  • Schöner Blick aus der Burg auf das Karstland.

  • Die Folterkammer der Burg mit einer aufgehängten Puppe.

  • Burg und Fels bzw. Höhle gehen ineinander über.

  • Felsenburg Predjama

  • In der Burg befindet sich nochmal ein früher gesicherter Übergang in den Höhlenbereich.

  • Die Höhle hinter der Burg war früher auch irgendwie ausgebaut. Man weiß aber heute nicht mehr, wie.

  • Wie mit der Geisterbahn geht's in die Höhle hinein.

  • Die Höhle ist riesengroß. Die Menschen verlieren sich darin fast.

  • Der Weg ist stufenfrei ausgebaut.

  • Solche "Vorhänge" brauchen zehntausende Jahre, bis sie sich gebildet haben.

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In Idrija hatte ich kein Glück mit dem Quartier. Es hätte ein schönes (aber auch teures) Hotel gegeben. Ich wollte lieber in einer Pension übernachten. Das Zimmer in dem ich dann landete, hatte zwar frische Bettwäsche, machte aber den Eindruck, als ob sonst jemand anderes darin wohnen würde: Im Bad waren Duschgel, Zahnpasta, Rasierzeug, Kamm u.a. vorhanden, die offenbar schon rege benutzt worden waren. Das war zwar etwas fremd, wäre aber nicht weiter schlimm gewesen, wenn nicht dieser muffige Geruch gewesen wäre, der entweder aus den Wänden oder der Wasserleitung kommen musste. Der Geruch ist mir zwar gleich beim ersten betreten aufgefallen, aber ich dachte, dass ich mich daran gewöhne. Ich habe mich nicht gewöhnt, bin immer wieder nachts aufgewacht und hatte dann diese abstoßenden Ausdünstungen in der Nase. So habe ich mich dann am nächsten Morgen um 7:30 ungefrühstückt und ohne mich von der Wirtin zu verabschieden wieder auf den Weg gemacht.

Auf der Bergstrecke nach Črni Vrh wurde einst mit Pferdefuhrwerken das Holz für den Bergbau transportiert. Große Lasten + Pferdefuhrwerke = flache Steigung, also gut zu fahren. Während im Tal noch der Nebel hängt, kommen bei der Bergauffahrt langsam die Sonnenstrahlen durch und ein sonniger Tag beginnt. Auf der Hochebene kurz vor Črni Vrh komme ich dann an der „Turistična kmetija Pr Mark“, einer schönen Bauernhof-Pension mit Zeltplatz vorbei. Vor dem Haus arbeitet gerade eine ältere Dame, die perfekt Deutsch spricht und mit der ich mir schnell einig werde, hier ein Frühstück einzunehmen.

Von Črni Vrh geht es einlang einer etwas breiteren Landstraße über ein paar Serpentinen in ein anderes Tal, wo bald wieder ein Schotterweg abzweigt, der in stetiger Steigung zum nächsten Zwischenziel führt: dem Berg „Javornik“. Auf einer Höhe von 1156 m befindet sich hier ein Berggasthaus, in dem schon fließend italienisch gesprochen wird. Wie so oft auf dieser Tour hätte ich mir die Umgebung komplett anders vorgestellt. Nur 400 m Luftlinie von der Hütte entfernt verläuft noch eine anderes Sträßchen, das aber praktisch unerreichbar ist. Ich hätte wegen des Höhenunterschieds eine steile Felswand erwartet, aber dazwischen liegt einfach nur ein steiler Hand mit dichtem, undurchdringlichem Wald.

Vom Javornik führt der weitere Weg – nun wieder sanft und gleichmäßig bergab – in Richtung Predjama, wo das slowenische Karstgebiet beginnt. Predjama hat eine sehenswerte Felsenburg und dieses auf vielen Touristen-Broschüren und Postkarten abgebildete Motiv habe ich natürlich auch aufgenommen. Unter, hinter und über der Burg befindet sich eine Höhle, in der es Führungen gibt. Die Höhle hat in 4 km Entfernung einen Ausgang, über den sich die Burgbewohner bei Belagerung heimlich mit Nahrung versorgen konnten. Heute kann man einen kleinen Teil der Höhle im Sommer besichtigen. Im Winter ist sie geschlossen, damit die Fledermäuse Ruhe haben. Die Höhle ist allerdings unbeleuchtet und man bekommt einen Helm mit Lampe. Als mittendrin alle Teilnehmer auf Geheiß der Führerin ihre Lampen ausmachten und still waren, war dieses Höhlen-Feeling schon etwas unheimlich. Auch die Burg ist sehenswert und der Audioführer vermittelt viele Informationen. Unter anderem die, dass der Raubritter Erasmus von Luegg sich dort verschanzte und schließlich getötet wurde, nachdem ein Diener bestochen wurde. Dieser verriet, dass das Plums-Klo die dünnsten Wände hatte und gab mit einer Kerze ein Zeichen, als der Ritter da drauf saß. Die Belagerer feuerten eine Kanonenkugel ab, da drüber einschlug und durch die herabfallenden Steine wurde der Ritter getötet.

Zehn Kilometer entfernt von Predjama ist die Ortschaft Postojna mit ihrer riesengroßen Tropfsteinhöhle. Davor befindet sich ein fast ebenso riesengroßer Parkplatz. Ein Hotelkomplex, mehrere Restaurants, Laden usw. sorgen für eine große Betriebsamkeit. Die Führungen durch die Höhle sind nach Sprachen getrennt. Ich hatte glücklicherweise die letzte Führung des Tages, so dass ich am Ende der Menschenmenge laufen konnte, wo es nicht mehr so voll war. Man fährt mit einer Art „Geisterbahn“ 2 km in Berg hinein. Ab dort beginnt ein etwa einstündiger Rundgang auf einem barrierefrei ausgebauten Weg.

Fahrtinfo Trans-Slowenia Etappe 4

  • Idrija – Javornik – Postojna
  • Datum: 29. August 2015
  • Entfernung: 55 km
  • Anstieg: 1360 hm

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