• Blick über die Lagune nach Grado.

  • Die "Ciclovia" verlässt Grado auf einem schnurgeraden Damm.

  • Bahnhof Nova Goriza: Wo die Blumenbehälter stehen, verläuft die Grenze zwischen Italien und Slowenien. Zu Zeiten des kalten Krieges war hier ein Zaun und die jugoslawischen Bahn-Angestellten durften den Vorplatz des Bahnhofs nicht betreten.

  • Eine verwaiste Grenzübergangsstelle.

  • Gorizia, Piazza delle Vittora

  • Gorizia

  • Castello del Gorizia: Blick über die Stadt.

  • Bahn-Ausflug nach Jesenice auf der "Transalpina".

  • Schlechte Aussichten

  • Abends wieder besseres Wetter: Durch die Weinberge des Friaul.

  • Malerische Weingüter – hier in Manzano.

  • Udine,Torre dell'Orologico und Loggia San Giovanni

  • Udine, Loggia del Lionello

  • Udine, Piazza della Libertà

  • Udine

  • Udine, Piazza San Giacomo

  • Alte Geschäfte in Udine

  • Udine, Duomo Cattedrale di Santa Maria Annunziata

  • Udine, Duomo Cattedrale di Santa Maria Annunziata

  • Udine, Duomo Cattedrale di Santa Maria Annunziata

  • Ein wilder Alpenfluss: die Fiume Tagliamento bei Gemona del Friuli

  • Venzone

  • Venzone

  • Venzone

  • Nochmal der große Fluss

  • Moddio di Sotto/Moggio die Sopra (hinten)

  • Auf der Trasse der Trasse Pontebbana-Bahn

  • Manche Bahnstation ist zu einem netten Lokal umgewandelt worden.

  • Ein verkehrsreiches Tal: Landstraße, Bahn (nicht sichtbar) und Autobahn – letztere zum Glück überwiegend im Tunnel.

  • Regenpause am ehem. Bahnhof Tarvisio Citta.

  • Monte Santo di Lussari

  • Monte Santo di Lussari: Die Aussicht nach Osten wird dominiert vom Mangart (2677 m), der auf der Grenze zwischen Italien und Slowenien steht. Rechts davon, etwas zurückgesetzt, der Jalovec (2643 m)

  • Monte Santo di Lussari

  • Am nächsten Tag bei Tarvisio

  • Villach

  • Von Villach geht's mit der Bahn wieder heim.

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Bisher ist mir noch nie aufgefallen, dass sämtliche Transalp-Touren für Mountain-Biker immer nur von Nord nach Süd beschrieben sind, da ich als Deutscher wie selbstverständlich die „nördliche Sichtweise“ einnehme. Nun stehe ich aber in Grado und mache mich auf den Weg nach Norden – größtenteils entlang des Alpe-Adria-Radwegs. In Wirklichkeit ist es für mich jetzt also der Adria-Alpe-Radweg. Und tatsächlich: Offenbar hat niemand damit gerechnet, dass man den Weg auch in dieser Richtung fahren kann, denn die ohnehin sehr „dezenten“ Hinweisschilder weisen nur in die Gegenrichtung. Aber zum Glück gibt’s ja GPS.

Grado – Gorizia

Am Anfang mache ich aber eine Abweichung: Da die Wettervorhersage für den nächsten Tag ausgesprochen miserabel ist, geht es erstmal nach Nova Goriza, weil ich den Regentag mit einem Eisenbahn-Ausflug überbrücken will. Der eigentliche, historische Ortskern befindet sich auf der italienischen Seite, in Goriza. Allerdings wirkt Gorizia trotz der schönen alten Bausubstanz ziemlich verschlaben. Vom Castello di Gorizia hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Ich schaffe es, gerade noch fünf Minuten vor dem letzten Einlass an der Kasse zu sein, aber das Personal hat bereits die Abrechnung gemacht. Eine sehr italienische Regelung: Man lässt mich trotzdem ein, ohne Eintritt. Der slowenische Ortsteil ist stärker belebt, wahrscheinlich auch deshalb, weil sich hier eine Universität befindet und viele junge Leute unterwegs sind.

Am folgenden Tag richtet sich das Wetter genau nach der Vorhersage: Dauerregen. Eigentlich ist die „Transalpina“, die Bahnverbindung von Nova Goriza nach Jesenice eine landschaftlich spektakuläre Strecke. Wenn man sich die beschlagenen Fenster freiwischt, sieht man nur tief hängende Wolken in den Tälern. Und ab Bled gibt es etwas, von dem ich dachte, dass es das nur in Deutschland gibt: Schienenersatzverkehr! Trotzdem ein abwechslungsreicher Abstecher und ein Tag auf bequemen Polstersesseln. Da das Wetter am Abend schon wieder aufklart geht es gleich noch weiter nach Udine.

Gorizia – Udine

Abfahrt erst um 17:20 Uhr. In der Abendsonne geht es vorbei an lieblichen Weinberge und gepflegter Villen. Keine große Etappe. Udine ist zwei Stunden später erreicht. Udine? Das kenne ich noch aus Kindertagen, als ich mit meinen Eltern an die Adria fuhr. Da war Udine immer eine nichtssagende Autobahnausfahrt. Während eines Abendspaziergangs zum Zweck der Nahrungssuche entdecke ich eine faszinierende Altstadt und beschließe, gleich zwei Übernachtungen hier zu verbringen und einen Tag Sightseeing zu machen. Der folgende Tag vergeht also mit schlendern und fotografieren in der Stadt. Den Höhepunkt bildet das Rathaus im Stil der venezianischen Gotik mit der offenen „Loggia del Lionello“ und gegenüber der Torre dell’Orologico. Im „Duomo“ befinden sich Fresken und Malereien von Tiepolo. Ein junger Organist zeigt mir sogar die beiden Orgeln, eine davon aus dem 16. Jhdt.

Udine – Valbruna

Jetzt geht’s in die Berge. Im Tal der Fiume Tagliamento kann man noch sehen, wie ein wilder Alpenfluss aussieht, der sein Bett selbst sucht und immer wieder verändert. Kurze Mittagspause in Venzone, einem malerischen Ort mit vollständig erhaltener Stadtmauer. Einen Regenguss warte ich in einer Vinothek ab, wo es köstlichen Rotwein und ein dick mit hervorrangendem Schinken belegtes Panino gibt. Weitere Regenpause am Bahnhof Carnia. Anschließend geht es recht schön auf einer alten Landstraße am Hang entlang, dann aber teilweise unangenehm auf stark befahrener Staatsstraße weiter, bis endlich die Trasse Pontebbana-Bahn erreicht ist. Auf dieser Trasse geht es dann sehr bequem bergauf bis zum Scheitelpunkt bei Tarvisio. Die neue Bahnstrecke verläuft fast ausschließlich im Tunnel und glücklicherweise auch die Autobahn, so dass sich der Krach in Grenzen hält. Mit Beginn eines großen Wolkenbruchs erreiche ich eine Pension in Valbruna. Obwohl ich mich anfangs wehre, fährt mich der Gastgeber mit dem Auto in das wenige hundert Meter entferne Restaurant – es schüttet wie aus Eimern.

Valbruna – Villach

Auch am nächsten Tag regnet es. Aber es hilft nichts, in Valbruna gibt es nichts zu sehen – und wozu habe ich schließlich die Regensachen? Wenige Kilometer hinter Valbruna ist der Scheitelpunkt erreicht. Schon bei Tarvisio zeigt meine Regenjacke erste Schwächen. Im Bahnhof kann ich mich immerhin unterstellen. Es ist 10:30 Uhr und der nächste Zug nach Villach fährt um 18:40 Uhr. Toller Fahrplan! Nach gut einer Stunde lässt der Regen etwas nach und ich setze die Fahrt fort. Das Panorama ist grau in grau. In Arnoldstein, der ersten Bahnstation mit Zwei-Stunden-Takt, reicht es mir dann aber. Immerhin gibt es einen beheizten Warteraum – eine Einrichtung, die man an den meisten kleineren Stationen in Deutschland vermisst. Die letzten paar Kilometer nach Villach lege ich mit dem Zug zurück. Meine durchgeweichten Knochen wärme ich anschließend im Villacher Warmbad wieder auf.

Monte Santo di Lussari

Bei der Tourvorbereitung habe ich auf Google Maps die tollen Panoramabilder vom Monte Santo di Lussari gesehen, aber am Tag vorher hätte das Panorama nur aus Regenwolken bestanden. Selbstverständlich ist die Seilbahn nur für Autofahrer erreichbar. Also das Rad wieder in die Bahn gepackt und als Zubringer zur Seilbahn verwendet. Der Zufall ist mit mir und genau in der einen Stunde, wo ich auf dem Berg bin, reißt die Wolkendecke auf. Von hier aus hat man den besten Blick auf den Triglav. Schon als ich mit der Seilbahn wieder herunterfahre, zieht es zu. Aber es bleibt trocken, so dass ich mit dem Rad nach Villach zurückfahren kann.

Tourinfo

TagStreckeEntfernungHöhenmeter
01.09.2015Grado – Nova Goriza61 km230 m
02.09.2015Nova Goriza – Udine41 km116 m
04.09.2015Udine – Valbruna113 km1014 m
05.09.2015Valbruna – Arnoldstein27 km
117 m
06.09.2015Valbruna – Villach45 km147 m

Karte

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